Satelliten-Schwarm statt Wolken-Datenzentren
Elon Musk hat offenbar einen Plan B für den Fall, dass die Erde zu klein für seine Ambitionen wird. Während andere Firmen noch über 5G streiten, reicht SpaceX bei der FCC den Antrag für eine Million orbitaler Datenzentren ein. Das ist nicht nur ein technischer Meilenstein, sondern auch eine logistische Herausforderung: Wo parkt man eine Million Satelliten, ohne den Nachthimmel zuzukleistern?
Starcloud, unterstützt von NVIDIA, will mit 88.000 Satelliten nachziehen. Blue Origin bleibt mit 51.000 eher bescheiden. Doch die wirkliche Frage ist: Wer kontrolliert den Orbit, wenn plötzlich drei private Firmen den Himmel vermüllen? Die Antwort könnte lauten: Wer zuerst kommt, mahlt zuerst – und danach wird es eng für alle anderen.
Experten sprechen bereits von einer neuen "Weltraummüll-Klasse". Die Satelliten sollen sich selbst reparieren und recyceln können, um den Orbit sauber zu halten. Ob das funktioniert, wenn tausende Geräte gleichzeitig ausfallen, ist fraglich. Aber eins ist sicher: Der Weltraum wird bald viel voller – und viel weniger still.